Die Kingensäge

Eine Klopfsäge im Löffeltal

So ungefähr wird sich die Kingensäge dem Reisenden, der vom Höllental aufwärts durch's Löffeltal gezogen ist, präsentiert haben. Auf holprigem Weg ging es steil bergan, wenn dieser nicht gerade wieder einmal vom Hochwasser beschädigt worden war. Noch bevor die Säge richtig zu sehen ist, kann man ihr rhythmisches Klopfen und Stampfen hören, welches sich immer deutlicher vom Rauschen das Baches abhebt. Bleibt man dann vor der Säge stehen, sieht man, wie das große Sägegatter unter Knarren und Ächtsen langsam emporghoben wird und mit dumpfem Schlag nach unten fällt. Das ganze Gebäude macht die Bewegung mit, sogar dar Dachstuhl bewegt sich leicht auf und ab. Der unverwechselbare Geruch von frisch geschittenem Holz, von warmen Lagern und heißem Fett unterstreicht die ganz eigene Romantik dieser alten Maschine.

Kingenhof

Der Hof, zu dem die Kingensäge gehört, liegt im Ortsteil Windeck, nahe den Skiliften Thoma. Dort oben sind keine größeren Bäche in der Nähe. Daher wurde bei der Festlegung der Gemarkungsgrenzen darauf geachtet, dass jeder Hof "lebensfähig" sein konnte, in dem er über ausreichend Wald, Wiese, Feld und Wasser verfügte.

So verlaufen die Grenzen vieler Hofgüter so, dass ein – oft sehr schmaler Streifen Besitz an einen Bach grenzt.

Durch das Anerbenrecht, bei welchem der Grundbesitz im Erbfall nicht auf die Erben aufgeteilt, sondern einem – hier ist es der jüngste Sohn – zugesprochen wurde, sind die Flächen entsprechend erhalten geblieben.

Funktion der Säge

Wenn Sie genauer wissen möchten, wie eine Klopfsäge funtkioniert, schauen klicken Sie bitte hier: Funktion der Kingensäge